Meeresrauschen im Mai/Juni 2024

Die bretonische Küste der Legenden - Felsformationen phantastischen Ausmaßes, gleich vor der Kulisse eines berauschenden Ozeans. Kilometerlange, prima Sandstrände und für die Jahreszeit recht wenig Urlaubsbetrieb kommen uns idealerweise sehr entgegen. In kleinen Etappen fahren wir an das westliche "Ende der Welt", das Finistère.

Die Zwischenstopps waren: Bertem (B) SP - Louvain-la-Neuve (Musée Hergé) - Waterloo (B) SP - Veules-les-Roses SP - Cany-Barville - Honfleur SP - Rotheneuf C - Kerlouan/Meneham C - Plouescat - Roscoff - Lilia - Perroz - Porspoder - Plouguerneau - Plouneor-Treiz - Santec / Ile de Sieck - Guisseny - Brignogan-Plages - Plage Lividic - Brains-sur-Gee SP - Chatillon-sur-Loire SP - Guedelon - Pontigny SP - Barbaise SP/FP

Mit etwas Glück ist einer der beiden Stellplätze frei, gleich am kleinen Park und an der ortsbekannten "Frittenbude" gelegen .... besser geht´s nicht .... Bertem bei Leuwen (Löwen).

Belgien .... Fritten müssen sein. Unfassbar .... eine KLEINE Portion! Wir haben es nicht geschafft.

"Tim und Struppi" auch bekannt unter "Tintin" wurden von Hergé geschaffen. Ein absolutes MUSS für Comic-Fans ..... das Museum erhält das Prädikat: Besonders empfehlenswert !!!!!

Waterloo .... Napoleons letzte Schlacht im Juni 1815 .... das Museum ist sicherlich interessant, nach Tim und Struppi für uns ein zu großer Kontrast. Wir beschränken die Visite auf einen Rundgang um den "Löwenhügel" - ein weithin sichtbares Mahnmal mit einem Basisdurchmesser von 500 Metern.

Weiter auf der schnurgeraden Landstraße Richtung Amiens, unzählige Male im 50er-Tempo durch Straßendörfer ländlicher Ausprägung .... bisweilen sehr trostlos und eintönig.

Erster Auslauf am Meeresstrand .... Malou und die Großen sind hoch erfreut und geben Vollgas in Veules-les-Roses an der Cote d´Albatre.

Das erste Baguettefrühstück zwingt uns zu einer Recherche .... schmecken irgendwie anders als zuvor .... aha, das ist die Lösung.

Manchmal würde man gern mal ein paar Leckereien erwerben .... die Ruhetage der Bäckereien sind aber unregelmäßig verteilt.

Riesenschnauzer sind sehr aufmerksam .... nichts entgeht ihren Blicken, Ohren und Nasen.

Bei strammer Brise geht es einspurig über die "Pont de Normandie" bei "Le Havre" .... da ist äußerste Konzentration gefordert .... Honfleur ist aber gleich um die Ecke!

Der wahnwitzige Stellplatz ist ganzjährig mit bis zu 250 Wohnmobilen aus ganz Europa belegt. Hier wird gern ein Zwischenstopp eingelegt, denn das historische Städtchen bietet einen authentischen Einblick in die erste Phase der impressionistischen Malerei und ein bezauberndes Altstadtbild im alten Fischerhafen. Gut, man muss mal ein Auge zudrücken und 5 gerade sein lassen. Der Ort ist extrem touristisch eingerichtet und immer sehr belebt .... ein Besuch bleibt dennoch empfehlenswert. Auch der Kontrast zur gegenüberliegenden Hafenstadt Le Havre mit den vielen Kränen und Riesenfrachtschiffen ist reizvoll. "Oceanliner" laden tausende Kreuzfahrtteilnehmer zur Stippvisite aus und legen flott wieder ab.

Abends ist Lesestunde .... Malou will wohl die Zuwendung auf sich lenken und versperrt Annette den Zugriff ....

Bei ungemütlichem Regenwetter und ohne erhofftes Meeresrauschen (EBBE) bleiben wir eine Nacht in Rotheneuf .... nix los hier, zum Glück gibt es eine prima Bäckerei.

Im Hintergund das alte Zöllnernest "Meneham" .... hier bleiben wir gut zwei Wochen vor Anker. Alle Bedingungen für einen Strandurlaub mit Hunden sind hier erfüllt .... im Bild, ein typisches Abendessen .... mit der weitverbreiteten Senfsauce ....

Die nördliche Bretagne empfängt uns unmittelbar mit dem typischen Wettergeschehen .... Sonne, Wind, Regenschauer, tiefhängende Wolkendecke und Kälte .... all das im schnellen Wechsel.

Ein erster Ausflug geht nach Plouguerneau. Dort reckt sich eine winzige Halbinsel ein Stückchen hinaus ins Meer. Die Felsformation ist überwachsen mit einer prachtvollen Vegetation.

Kleine bretonische Lehrstunde am Parkplatz für Wohnmobilisten .... "Mam Koz", eine Begudendame aus dem Pays Pagan, ist allgegenwärtig.

Am winzigen Naturhafen (35 Boote liegen hier) ist immer etwas los ....

Bei tageszeitlichem und wetterbedingtem Lichtwechsel stellen sich die phantastischen Felsbrocken stets anders dar.

Die Jakobsmuscheln sind gut als Futterbecherdeckel zu nutzen.

Der ehemalige Wachposten der Zöllner in Meneham (Menez Ham). Komplett aus supermassivem Granitmaterial .... hält ewig!

Der Fernwanderweg GR34 (Sentier des douaniers, weiß-rote Markierung) folgt dem Küstenverlauf mehr als 2000 km ....

Abendrunde am weiten Strand .... mit Badespaß .... Malou, Inou und Kira in Hochform!

Der coole Labrador machte in Plouescat ebenfalls Strandurlaub und hatte große Freude an unserem Trio .... also ist er kurzentschlossen mit uns gelaufen. Nicht immer im Sinne unserer Damen. Der Halter des Labradors war natürlich weit und breit nicht zu sehen.

Einkehr auf eine Tasse Kaffee .... Roch-ar-mor .... eine Empfehlung von Uli und Alex aus Dortmund .... eine wunderbare und schön gelegene Location!

Unterwegs gibt es die "typische Bretagne" logischerweise in Hülle und Fülle.

UNSER Lieblingsleuchtturm .... viele Reiseführer, Kalender, Postkarten und Buchdeckel zieren sich mit dem "Phare de Pontusval". Seit knapp zwei Jahren ist die Stelle des Leuchtturmwärters vakant .... oder bleibt der Turm fortan automatisiert? Nun denn .... was bleibt ist dieses herrliche Fleckchen Erde..........

Wenn Annette Futter zubereitet, wird peinlich genau darauf geachtet, dass alles korrekt zugeht.

Dem Badetag folgt als zweites "Highlight" ein (hoffentlich) spektakulärer Sonnenuntergang .... manchmal klappt´s .....

Wir finden, die Seychellen haben auch nicht mehr zu bieten .... vielleicht ein paar Grade mehr Lufttemperatur .... und das Wasser dürfte wärmer sein.

In Roscoff empfiehlt sich ein Besuch des exotischen Parks. Reizvoll gelegen und liebevoll gepflegt, kann sich das Auge an ca. 3500 verschiedenen Pflanzen übersatt sehen .... wir haben die geradezu perfekte Jahreszeit erwischt.

Ein Bummel durch die Stadt, ein Blick auf die Fähre nach Grossbritannien und ein ordentliches Mittagessen runden den Besuch in Roscoff ab.

Erneut geht es nach Plouescat .... wir genießen im "Roch-ar-mor" ein sehr gutes Essen, das mit vielen Ideen gespickt und zubereitet ist. KLASSE!!!!

Die Kaimauer des Hafens bietet einen kleinen Ausflug in tiefere Gewässer.

Nach einem langen Strandgang ist eine Ruhepause bestens verdient. Malou dient zugleich als Fußwärmer.

Porspoder, oberhalb von Brest gelegen, bietet bei gut 4-5 Windstärken ein beeindruckendes Schauspiel am Leuchtturm Le Four, der etwa 2 Seemeilen vor der Küste steht. Die kleine Halbinsel Saint-Laurent umwandern wir im steten Wind aus Nordwest.

Wir bewundern die braven Mutterstuten mit ihren Fohlen .... die Köpfe stets in den Wind gedreht.

Die kleine Kapelle Saint Samson lädt zu einem Kurzstopp ein ....

Lilia, ein Weiler in greifbarer Entfernung zum höchsten Leuchtturm Europas .... auch hier startet man wieder auf dem GR34 für eine Küstenwanderung.

Ein kleines Café in Perroz lädt zum Verweilen ein ....

Meneham .... hier sind einige historische Bauten zu bestaunen, sehr nett gemacht.

Morgen geht es zur Muschel- und Schneckensuche .... das sieht dann so aus!

Was macht der Frontlader da? Malou schaut sehr interessiert dem Treiben zu. Der Strand wird für den Saisonstart von Algen befreit und geputzt.

Die Chapelle Pol in Brignogan-Plages ist ein magischer Kultort .... sehenswert!

Der sachgerechte Umgang mit der Brandung will gelernt sein .... Mutter Kira gibt "Hilfestellung".

An Photomotiven mangelt es nicht.

Keine Sorge, der winzige Baguetterest wird gleichmäßig gespendet. Und wer ist dieser Griesgram-Riese?

Ein Mini-Festival mit phantastischem Hintergrund an einem Sonntag. Windig aber sonnig. Viele Familien mit Kind und Kegel nutzen das Event. Eine Solo-Cellistin, ein Einmann-Theater, ein DJ und weitere Ereignisse sorgen für einen entspannten sowie unterhaltsamen Nachmittag.

Regionale Köstlichkeiten kann man probieren .... Algen, Fisch und gar Blüten sind auf den Canapés ....

Ein Paraglider saust in geringer Höhe über dem Strand hin und her .... der Wind gibt es locker her. Ein Bistro an der Hauptkreuzung des Ortes .... wo sonst?

Abendgang bei Ebbe .... der Tiedenhub liegt hier bei 4-5 Meter, je nach Koeffizient.

Hunde nehmen gern ein Sandbad .... bietet sich bei der Überfülle des Materials am Strand auch an.

Der Charme der 50er-Jahre

A: Futter kommt ... B: Fressen fertig!

Platz ist in der kleinsten Hütte .... der zugedachte Platz befindet sich unter dem Tisch .... aber, was soll man sagen .... auf dem Sofa ist es natürlich besser.

So, das war´s am Meer .... neuer Kurs: Nordost ! Endlich gelingt uns pünktlich um halb Eins eine Einkehr in einem "Les Routieres"-Restaurant. PRIMA!

Erst die Hunde und dann wir .... die Zahl der Sattelschlepper deutet auf eine gute Bewirtung hin .... so war es dann auch.

Historische Brücken überspannen das weite Loire-Tal oder, wie hier, wurden 2022 top saniert und durch Fußgänger bzw. Radfahrerspuren erweitert. Eine schöne Übernachtungsmöglichkeit finden wir im Yachthafen von Chatillon-sur-Loire. Über die schmale Brücke passt unser Wohnmobil durch. Bei den Pfeilern heißt es: Geduld üben!

Die Loire, Frankreichs längster Fluss (1006km), führt mächtig viel Wasser .... im Hochsommer kann hier ein knöcheltiefes Rinnsal fließen.

Am Mittelpfeiler kann man gar dem Gewässer einen direkten Besuch abstatten. Aufgrund der starken Strömung kann Annette den Hunden aber keine Badezeit gewähren. Schade!

Die Hinweistafel an der (sehr) historischen Wand zeigt uns den Weg zum Bäcker, das nächste Frühstücksbaguette ist gesichert .... Pustekuchen .... Ruhetag ! Unsere Stellplatznachbarn schwimmen von Hafen zu Hafen. Über das umfangreiche Kanalsystem kommt man auch (fast) überall hin .... mit etwas mehr Geduld.

Der dirkte Nachbar ist ein Performance-Künstler/Artist, der am folgenden Wochende in St. Fargeau bei einem Volksfest auftritt. Die selbstgebaute "Maschine" kann wohl allerhand Zirkus veranstalten und wird per Fahrradkette und per Muskelkraft in Gang gesetzt. Vorne zieht der nette Mann per Drahtesel den Anhänger. Rechts im Bild das Esszimmer .... geschlafen wird unter der schwarzen Plane. Die Vorstellung hätten wir gern einmal gesehen.

Auf dem Weg zur mittelalterlichen Burgbaustelle "Guedelon" deuten sich bereits aus großer Entfernung die aufsteigenden Kühlwasserwolken eines AKW´s an.

Gut getippt .... !

Nach mühseliger Anfahrt (Umleitung, endlose Waldstrecken, sehr schmale Straßen) sind wir an der Baustelle in Guedlon angekommen. Seit 1997 baut man hier mit Freiwilligen und einigen fest angestellten Fachleuten eine große, mittelalterliche Burganlage. Das Besondere daran: ALLES geschieht ausschließlich mit den Mittel/Materialien/Werkzeugen/Hilfsmitteln, mit denen die Menschen damals auch auskommen mussten. EIn archäologische Experiment, das weltweit einzigartig ist. Zwar ist an unserem Besuchstag jede Menge los (35 Reisebusse, viele Wohnmobile, PKW´s etc.), aber den Rundgang (außen/innen) darf jeder Besucher selbst wählen. Daher bleiben unsere erstaunten EIndrücke relativ ungestört. Viele Schulklassen werden, perfekt ausgestattet (Sonnenhütchen, Rucksack, Arbeitsmappen), in alle Ecken der Baustelle geschickt. Eine lebhafte Atmosphäre .... Die Handwerker erklären gern ihr Tun und lassen sich bei der Arbeit über die Schulter schauen. Obgleich natürlich einige Bereiche aufgrund erhöhter Unfallgefahr nur aus angemessener Distanz besucht werden dürfen. Als Fertigstellung wird jetzt das Jahr 2030 angepeilt. Ein absolutes MUSS für Interessierte! PS: Hunde dürfen (angeleint) mit auf die Baustelle.

Klein Malou hat zum krönenden Abschluss noch eine Pfütze gefunden .... Kommentar überfüssig! Nächster Halt in Pontigny .... Stellplatz Kategorie 1A !!! Hier gibt es ein beeindruckendes Zisterzienser-Kloster zu besichtigen .... fabelhaft. Weniger fabelhaft ist unser Gang zur einzigen Kneipe im Dorf .... ab 19.00 Uhr geschlossen.

Dann heißt es: Zügig Richtung Heimat .... den letzten Zwischenhalt machen wir bei einer Apfelmosterei in den Ardennen .... sehr schön!

Der winzige Ort Barbaise (109 Einwohner) liegt ruhig inmitten vieler landwirtschaftlicher Mischflächen mit Blick zum Sonnenuntergang ....

E N D E